lsynode18Wir wollen eine veränderungsfähige Kirche werden“

Schwerpunktthema der Landessynode 2018 ist die Begegnung mit Musliminnen und Muslimen. Zu den weiteren Themen gehören u.a. ein sog. Erprobungsgesetz und die Vorbereitung einer Jugendsynode 2019. „Wir wollen eine veränderungsfähige Kirche werden, die auf gesellschaftliche Herausforderungen schneller reagieren kann, und die unaufwendiger organisiert und strukturiert ist.“

Dieses Ziel formulierte Präses Manfred Rekowski in der Pressekonferenz im Vorfeld der Landessynode. Dazu beraten die Synodalen über ein Erprobungsgesetz, das zukünftig Veränderungen kirchlicher Arbeit erleichtern soll, indem zeitlich oder örtlich befristete Modelle ermöglicht werden sollen.    …mehr dazu findet ihr hier 

synodeLandessynode 2018

Das Erprobungsgesetz ermöglicht der Kirchenleitung, für bestimmte Themen zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von kirchlichem Recht zuzulassen, wenn sie der Erprobung dienen. Kirchenkreise,  -gemeinden und Verbände können mit Inkrafttreten des Gesetzes Ideen und Veränderungsvorschläge zur Vereinfachung von kirchlichen Abläufen und Verfahren ausprobieren und Modellversuche starten.

Das Erprobungsgesetz tritt für einen Zeitraum von fünf Jahren am Tag nach seiner Verkündung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft. Die Erprobungen selbst, die in diesem Zeitraum eingebracht werden können, sind längstens auf fünf Jahre befristet. Die Kirchenleitung dokumentiert die gemachten Erfahrungen und wertet sie im Anschluss für die Landessynode aus. Mehr dazu ist auf den Seiten der EKiR zu finden…

Unverständliche Regelungen zur Wahl des „Mitarbeiterpresbyters“ entfallen

Änderung des Mitarbeitendenwahlgesetz und Art. 46 der Kirchenordnung 

Künftig kann das Presbyteramt auch von Mitarbeitenden ausgeübt werden, die bei einem Verband, dem Kirchenkreis oder bei einer anderen kirchlichen Einrichtung angestellt sind, dem die Kirchengemeinde angehört. Das gesonderte Verfahren zur „Mitarbeiterpresbyter-Wahl“ betrifft nur noch Mitarbeitende, die unmittelbar bei der Kirchengemeinde angestellt sind. Bisher musste eine Presbyterin oder ein Presbyter mit einem entsprechenden Angestelltenverhältnis das Presbyterium verlassen, es sei denn es gab einen freien „Mitarbeitendenplatz“. Diese unsinnige Regelung hatte auch bei den MAVen zu sehr viel Unverständnis geführt. Die Vorlagen zur Landessynode 2018 sind hier in PDF abzurufen.

Landessynode 2018

Die von der Kirchenleitung Anfang 2016 berufene „Arbeitsgruppe Leichtes Gepäck“ hat ein umfangreiches Paket mit Vorschlägen vorgelegt, wie Verwaltungsvorgänge und Genehmigungsverfahren vereinfacht und Aufsicht erleichtert wird. Damit sollen gestalterische und finanzielle Spielräume geschaffen werden.

„Wir sind gut beraten, uns von den Prägungen und den engen Grenzen eines preußischen Verwaltungsdenkens zu verabschieden“, sagte Vizepräsident Dr. Weusmann und ermutigte dazu, kreative Lösungsansätze in den Blick zu nehmen.  Die Arbeit am Gesamtprojekt „Leichtes Gepäck“ wird in Teilprojekten fortgesetzt.

Sie sind zwei Themenfeldern zugeordnet: 1) „Vereinfachung von Prozessen und Vorschriften“ und 2) „Kommunikation und Gemeinschaft“. Mehr dazu ist auf den Seiten der EKiR zu finden…

Das Portal ist für alle Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeitende in der EKiR zugänglich

Mit der Online-Plattform „portal.ekir.de“ kommt das von der Landessynode 2015 beschlossene Rahmenkonzept zur „IT-Strategie“ in der EKiR zur Umsetzung. Über diese Plattform werden zukünftig alle wichtigen Online-Funktionen für die tägliche Arbeit bereitgestellt, die von den Mitarbeitenden in der rheinischen Kirche gebraucht werden. Die Mitarbeitenden erhalten einen passwortgeschützten Zugang zu einem ekir.de-Mail-System, einem sicheren Cloudspeicher und einer Konto-App zur Verwaltung der eigenen Daten. Das Portal ist für alle ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende, in Kirchenkreisen und Gemeinden in der EKiR, sowie auf landeskirchlicher Ebene, in den Ämtern, Werken und Einrichtungen zugänglich. Zusätzlich können auch Externe gewisse Funktionen des Portals in eingeschränktem Maße nutzen.

…mehr Infos dazu findet ihr hier

ulrich lilie…Es rege ihn auf, dass sich MAVen von der Gewerkschaft instrumentalisieren lassen

Es rege ihn auf, dass sich die Mitarbeitervertretungen von der Gewerkschaft und deren "aggressiver Mitgliederwerbung instrumentalisieren" ließen, schreibt Lilie in einem Blogbeitrag unter der Überschrift "Nützliche Idioten". Es werde ein Feindbild geschürt zwischen böser Kirche und Diakonie auf der einen Seite und den Gewerkschaftern als Kämpfern für die gute Sache. "Diese Polarisierungen sind grundfalsch und helfen überhaupt nicht weiter", erklärte Lilie. Er räumte ein, dass seine öffentlich gewählte Schlagzeile "Nützliche Idioten" nicht politisch korrekt sei. Es gehe ihm nicht um die Beschimpfung der Mitarbeitervertretungen, sondern um gute Arbeitsbedingungen.

… Reaktionen darauf und mehr dazu findet Ihr auf der Seite:  Ulrich Lilie bloggt

DL1 Postkarte 3 Weg 1Eine Bestandsaufnahme von ver.di

Mit der Bestandsaufnahme wird einmal mehr aufgezeigt, dass bei Kirche & Diakonie keine Bereitschaft besteht „gute Worte“ auch in Taten umzusetzen. Angesichts der beabsichtigten Lohnabsenkungen bei der Diakonie wird deutlich, dass weder die Kirchenleitung der EKD noch der Diakonische Rat der Diakonie Deutschland, jemals auch nur daran gedacht haben, den Vorgaben „Ihrer“ Synode Gehör zu verschaffen.

Nur mit ordentlichen Tarifverträgen kann verhindert werden, dass sich die Diakonie unter dem Deckmantel „Kirchliches Arbeitsrecht“ Wettbewerbsvorteile zu Lasten ihrer Beschäftigten verschafft.

Die Bestandsaufnahme von ver.di findet ihr hier zum Download.

Die Diakonie RWL ist der größte diakonische Landesverband in Deutschland

Die diakonischen Landesverbände Rheinland und Westfalen-Lippe haben am 22.06. die Fusion zum Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. beschlossen. Bei der Fusion handelt es sich rechtlich gesehen, um zwei Verschmelzungen auf den bereits bestehenden Verein Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Die Beschlüsse hierzu fassten jetzt die obersten Organe der beteiligten Werke bei ihren parallel tagenden Versammlungen am 22.06. in Essen. Die bisher noch in den gliedkirchlichen Werken beschäftigten insgesamt 19 Mitarbeiter werden durch Betriebsübergang zum 1. August Mitarbeitende des neuen Vereins. Mehr dazu ...

diakonie rwlDie Diakonie RWL ist der größte diakonische Landesverband in Deutschland und einer der größten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Er erstreckt sich über Nordrhein-Westfalen sowie Teile von Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Die Diakonie RWL vertritt 4.900 Sozialeinrichtungen mit rund 130.000 Beschäftigten und rund 200.000 Ehrenamtlichen.
Foto - Mitglieder des Verwaltungsrates mit dem Vorstand

Heinrich Bedford-Strohm

Wir verstehen das nicht - Wie verträgt sich das dem aktuell drohenden Lohnabbau bei der Diakonie Deutschland?

Schon 2015 erklärte der Ratsvorsitzende der EKD vor Mitarbeitervertretern und Betriebsräten, dass es wichtig sei eine Refinanzierung der Pflege hinzubekommen, die gerechteren Lohn für Fachkräfte ermögliche. "Wir ziehen da an einem Strang" und er plädierte dafür, dass Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege eintreten. (Die Refinanzierung in der Pflege ist inzwischen mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz abgesichert)

Zum 1. Mai 2016 konnten wir von Heinrich Bedford-Strohm vernehmen, dass der Mensch eine Würde habe, die »nie dem Geld und dem Gewinn geopfert werden darf« Und weiter ein Loblied auf die Gewerkschaften, bei dem sogar die Betriebsräte gut wegkommen. Als Mitarbeitervertreter bei Kirche & Diakonie kann man sich dazu nur noch verwundert fragen, ob der höchste Repräsentant unserer Kirche schon mal etwas vom 3.Weg gehört hat. Mit Hilfe dieser Sonderregelungen „seiner“ Kirche beabsichtigen zurzeit „seine“ Diakonischen Dienstgeber einen ungeheuren Lohnabbau um bis zu 20%. Einfach so,- ohne jede Not, denn die Refinanzierung ist ja gesichert. Offensichtlich hat der Ratsvorsitzende der EKD, bei der letzten Mai-Festrede ausgeblendet, dass die Würde „seiner“ Mitarbeitenden ganz aktuell „dem Geld und dem Gewinn geopfert“ werden soll. …oder haben wir da etwas falsch verstanden? 

hauschildtVortrag von Prof. Dr. Eberhard Hauschildt

Gleich zu Beginn seines Vortrages vom 16.02.2016 in Duisburg stellt Prof. Dr. Eberhard Hauschildt fest, dass es in den Diakonieorganisationen auch Mitarbeitende ohne Kirchen- und Religionsmitgliedschaft und auch Menschen aus anderen Religionen gibt.

Die „Kirchennahen“,bezogen auf die evangelische Kirche, sind auch unter den Mitarbeitenden in der Minderheit. Selbst bei Führungskräften ist Kirchennähe keine Selbstverständlichkeit.

Prof. Dr. Eberhard Hauschildt lehrt Praktische Theologie (Seelsorge, Diakonie und Gemeindeaufbau), an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Den Vortrag findet Ihr hier zum Download: Prof. Dr.E. Hauschildt 16. 2. 2016 _Vortrage .pdf

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