die ver.di-Tarifkommission Altenpflege hat sich am 28.09.2018 in Berlin konstituiert 

und über Forderungen für einen Tarifvertrag diskutiert, der auf die gesamte Altenpflege erstreckt werden soll und am TVöD orientiert ist. "Den Mitgliedern der Tarifkommission ist sehr bewusst, für welches außergewöhnliche Tarifprojekt sie Verantwortung übernehmen. Unser Ziel ist ein Tarifvertrag, der vom Bundesarbeitsminister auf das gesamte Arbeitsfeld erstreckt wird, und zwar für alle Beschäftigten der stationären und ambulanten Altenpflege,- nicht nur für Pflegekräfte", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler im Anschluss an die Sitzung. Die ver.di-Tarifkommission Altenpflege setzt sich aus Altenpflege-Beschäftigten in allen ver.di-Landesbezirken und allen Trägerarten zusammen: aus kommunalen Einrichtungen, freigemeinnützigen - also weltliche und kirchliche Wohlfahrtsverbände - und privaten Pflegekonzernen.

…mehr dazu findet ihr hier

ls18infodienstDie Forderung nach mehr Mitsprache und Beteiligung wurde in den letzten Jahren vom GesA immer wieder thematisiert. Das ist vielleicht der entscheidende Knackpunkt im kirchlichen Arbeitsrecht. Solange es nicht gelingt, die Mitarbeitenden bei Kirche und Diakonie an wichtigen „betrieblichen“ Entscheidungen tatsächlich zu „beteiligen“ und sie eben nicht nur „über getroffene Entscheidungen zu informieren“ so lange bleibt kirchliches Arbeitsrecht hinter dem weltlichen deutlich  zurück. Und damit bleibt es in der berechtigten Kritik, Arbeitsrecht zweiter Klasse zu sein. Um das zu ändern fordert der Gesamtausschuss auch 2018 die Mitglieder der Landessynode zu einem Dialog auf.

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aktionstag altenpflegeGemeinsam stark für mehr Personal in der Altenpflege

Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen haben sich am Buß- und Bettag, im ganzen Bundesgebiet am ver.di-Aktionstag beteiligt und auf den Personalnot in der Altenpflege aufmerksam gemacht. Gute Pflege braucht genügend Personal! Doch genau daran fehlt es. Denn der Arbeits-Alltag der Beschäftigten in der Altenhilfe bedeutet: viele Überstunden, häufiges Einspringen aus dem Frei, zu wenig Zeit für die Menschen und keine verlässlichen Pausen- und Arbeitszeiten. Berichte über die kreativen Aktionen, mit denen die Kolleginnen und Kollegen gegen den Pflegenotstand protestiert haben, findet ihr hier

 

Erhöhung des Pflegemindestlohns ab 01.01.2018

Die Pflegekommission hat sich auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege geeinigt. Ab 1. Januar 2018 soll der Mindestlohn auf 10,55 Euro pro Stunde im Westen und 10,05 Euro im Osten steigen. In zwei Schritten soll er bis Januar 2020 weiter wachsen und dann 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten betragen. In Einrichtungen, die unter den Pflegemindestlohn fallen, arbeiten derzeit rund 900.000 Beschäftigte. Dort, wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (zum Beispiel in Privathaushalten), gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn.

…mehr dazu könnt ihr der Pressemitteilung des BMAS entnehmen

Die Reform tritt 2020 in Kraft,- ein Jahr später als geplant. 

Der Bundestag hat die umstrittene Reform der Pflegeausbildung beschlossen. Das Gesetz sieht eine zweijährige allgemeine Pflegeausbildung für die bisher separaten Berufsausbildungen in der Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege vor. Danach sollen sich die Auszubildenden spezialisieren können oder die allgemeine Ausbildung fortsetzen. Sollte nach einer sechsjährigen Testphase festgestellt werden, dass sich  mehr als die Hälfte der Auszubildenden für die allgemeine Ausbildung entscheiden, könnten die Spezialausbildungen abgeschafft werden.

…den Kommentar von ver.di dazu, könnt ihr hier finden

Foto o speidelsbachUnser Kollege Björn Rudakowski hat „vor Ort“ bei der JAV nachgefragt, wie Auszubildende in der Pflege die neuen Regelungen bewerten. Oliver Speidelsbach (Foto), ein bald aus seinem Amt scheidender JAV-Sprecher in der Altenpflege, antwortet: „Alles ist besser für die Pflege, als der derzeitige Zustand, weil die Auszubildenden nach zwei Jahren selber entscheiden können, ob sie sich mehr von der Kinder-, Alten oder Krankenhauspflege angesprochen fühlen.“
„Seit 2011 haben allein in NRW 6000 mehr Auszubildende den Altenpflegeberuf erlernen wollen, wobei die Anzahl an Pflegeschulen und Dozenten gleich geblieben ist“, erklärt die zukünftige Fachkraft nachdenklich. „Insbesondere für die Altenpflege bleibt auch nach Einführung der Generalistik ein Verbesserungsbedarf bestehen. Der muss aber in erster Line von Seiten der Träger eingelöst werden. Die Politik hat erst einmal eine Weiche gestellt“

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